• Freiwillig hat Europa angefangen, seine liberalen und hart erkämpften Freiheiten aufzugeben. Redefreiheit existiert nicht mehr, nur noch – just wie in totalitären Ideologien – "verantwortungsvolle" Redefreiheit: "frei" nur dann, wenn sie niemanden "beleidigt".

  • Der Wunsch vieler Europäer und anderer selbsterklärter Anhänger der "Menschenrechte", das, was in Europa passiert, zu vertuschen, zu verharmlosen oder wegzuerklären, ist in Wahrheit das Gegenteil von Respekt für andere und Gleichheit vor dem Gesetz.

  • Solch kriminelles Verhalten zu entschuldigen, ist nicht nur das jähe Gegenteil von Gerechtigkeit, es ist auch eine Art "umgekehrter Rassismus" – gegen die eigenen einheimischen Europäer.

  • 2014 und 2015 wurden Juden in Europa ermordet, vergewaltigt, geschlagen und belästigt, nur weil sie Juden sind. "Sale Juif" ("dreckiger Jude"), "Tod den Juden" und "Juden ins Gas" wird an Hauswände gesprüht. Keine dieser Begleiterscheinungen der muslimischen Einwanderung scheint den Linksliberalen, den Medien oder den vorgeblichen Verteidigern der Menschenrechte Sorgen zu bereiten – die immer so laut behaupten, gegen "Rassismus" zu sein. Oder ist es in Europa wieder so weit, dass "Rassismus" Verbrechen gegen Juden nicht mit einschließt?

Nach der Masse von sexuellen Überfällen, die es in der Silvesternacht in europäischen Städten wie Köln, Hamburg, Düsseldorf, Bielefeld, Berlin, Frankfurt, Stuttgart, Wien, Salzburg, Zürich, Helsinki und Kalmar gab, ist klar, dass in Europa etwas zutiefst Verstörendes vor sich geht. Bis zum 10. Januar haben allein in Köln 516 Frauen Strafanzeige gestellt – etwa 40 Prozent von ihnen wegen Sexualdelikten.

Nicht weniger verstörend waren die anfänglichen Reaktionen der deutschen Behörden, der Medien, von Feministinnen und anderer. In einer surrealen Stellungnahme behauptete die Polizei am Morgen des 1. Januar, die Situation in der Neujahrsnacht sei "entspannt" gewesen. Später gab der Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers zu: "Diese erste Auskunft war falsch." Wegen seiner Mitverantwortung für die augenscheinlichen Vertuschungsversuche musste er inzwischen zurücktreten.

Was die "Mainstreammedien" betrifft, so entschied sich das ZDF dazu, über die Angriffe erst vier Tage später zu berichten.

Hans-Peter Friedrich, zwischen 2011 und 2013 Angela Merkels Innenminister, hat die Medien beschuldigt, im Hinblick auf negative Nachrichten über Migranten eine "Nachrichtensperre" verhängt zu haben und Teil eines "Schweigekartells" zu sein. "Es ist ein Skandal, dass es Tage gedauert hat, bis die öffentlichen Medien die Berichte aufgegriffen haben", so Friedrich.

"Experten", Feministinnen und Linksliberale versuchten, die Angriffe zu verharmlosen, indem sie sie wegerklärten – koste es, was es wolle.

Einer dieser "Experten", der Kriminologe Christian Pfeiffer, beschrieb die Täter als "junge alleinstehende Männer, die in dieses Land kommen und nicht wissen, was sie mit sich anfangen sollen." Die Klärung ihres Asylstatus dauere so lange, dass "Frustrationen und Wut" nur weiter stiegen. Der renommierte deutsche Kriminologe kam zu dem Schluss: "Dies ist ein Alarmsignal, dass wir mehr tun müssen." Wenn also Migranten Verbrechen begehen, dann liegt die Schuld seiner Meinung nach bei den Deutschen – sie müssten "mehr tun".

Viele europäische Feministinnen wiederum behaupteten, zu viel Augenmerk sei auf die "Ethnie" der Kriminellen gelegt worden; sie sprachen von "Rassismus" – wobei sie geflissentlich ignorierten, dass der Islam keine Ethnie, sondern eine Religion ist. Das genannte Argument wurde vor allem von einstigen Hardcorefeministinnen in Schweden und Dänemark vorgebracht.

Auch die sozialen Medien waren voll mit Entschuldigungen für jene Männer, die sich einzig und allein zu dem Zweck versammelt hatten, auf einem öffentlichen Platz sexuelle Überfälle auf Passantinnen zu verüben. Wie nun bekannt wird, stammt dieser Zeitvertreib – Gruppenvergewaltigung – aus der arabisch-muslimischen Welt und hat einen eigenen Namen: "Taharrush."

Wie kann die Furcht, des "Rassismus" bezichtigt zu werden, wichtiger werden als eine Gruppenvergewaltigung ans Licht zu bringen?

Solche Versuche des Leugnens sollten uns bekannt vorkommen. Seit Jahrzehnten haben die staatlichen Behörden, die Linksliberalen und die Medien in Europa stets versucht, alle unerfreulichen Tatsachen, die mit der muslimischen Masseneinwanderung nach Europa einhergehen, entweder zu ignorieren, zu "relativieren" oder wegzuerklären.

Im englischen Rotherham erstreckte sich der großangelegte sexuelle Missbrauch von 1.400 Kindern durch muslimische Männer – zumeist pakistanischer Herkunft – über mehr als ein Jahrzehnt, von 1999 bis 2013. Er war den örtlichen Behörden bekannt, doch sie ließen ihn geschehen.

In Paris, Toulouse und Kopenhagen wurden Juden von Muslimen ermordet – bloß, weil sie Juden waren.

In Europas Moscheen können Imame ungehindert Hass gegen Juden predigen und schüren. Die Imame bezeichnen die Juden als die Nachfahren von "Affen und Schweinen".

Just solche Hetze hatten die Terroristen, die letztes Jahr in Kopenhagen vor einer Synagoge einen jungen jüdischen Wachmann ermordeten, am Tag vor dem Mord in einer Kopenhagener Moschee gehört.

Auch in Frankreich ist die Saison der Judenjagd wieder eröffnet, in den letzten zwei Jahren haben 15.000 Juden Frankreich verlassen. Schon 2014 dachten 75 Prozent der französischen Juden über Auswanderung nach.

2006 wurde ein junger französischer Jude, Ilan Halimi, über 24 Tage von einer Bande von Muslimen gefangen gehalten und gefoltert, dann wurde er getötet und seine Leiche, nackt und in Handschellen, auf einem Feld abgeladen. In Europa wurde so gut wie nicht darüber berichtet.

Die amerikanische Zeitschrift The Atlantic schrieb im April 2015: "Frankreichs 475.000 Juden machen weniger als ein Prozent der Bevölkerung aus. Trotzdem richteten sich nach Angaben des französischen Innenministeriums 51 Prozent aller im vergangenen Jahr verübten rassistischen Angriffe gegen Juden."

Die Statistiken in anderen Ländern sind ähnlich. 2014 und 2015 wurden Juden in Europa ermordet, vergewaltigt, geschlagen und belästigt, nur weil sie Juden sind. "Sale Juif" ("dreckiger Jude"), "Tod den Juden" und "Juden ins Gas" wird an Hauswände gesprüht.

Keine dieser Begleiterscheinungen der muslimischen Einwanderung scheint den Linksliberalen, den Medien oder den vorgeblichen Verteidigern der Menschenrechte Sorge zu bereiten – die immer so laut behaupten, gegen "Rassismus" zu sein. Oder ist es in Europa wieder so weit, dass "Rassismus" Verbrechen gegen Juden nicht mit einschließt?

In Schweden gab es letzten August auf einem Musikfestival in Stockholm "sexuelle Übergriffe im großen Stil", die von etwa 90 jungen Männern ausgingen, von denen die meisten aus Afghanistan und Syrien stammten. Nachdem Schwedens größte Tageszeitung Dagens Nyheter von der Herkunft der Täter erfahren hatte, weigerte sie sich, über die Vorfälle zu berichten.

Erst nach den Angriffen von Köln – fünf Monate später – beschäftigte sich das Blatt mit dem, was sich in Stockholm letzten Sommer ereignet hatte.

Links: Kölns Polizeipräsident Wolfgang Albers musste zurücktreten, nachdem die Vertuschung der massiven sexuellen Angriffe in seiner Stadt bekannt geworden war. Rechts: Die größte schwedische Tageszeitung Dagens Nyheter wartete fünf Monate, ehe sie darüber berichtete, dass etwa 90 junge Männer, von denen die meisten aus Afghanistan und Syrien stammten, im August auf einem Musikfestival in Stockholm "sexuelle Übergriffe im großen Stil" verübt hatten.

In Norwegen wurden im Jahr 2001 die ersten Statistiken über Vergewaltigungen veröffentlicht. Sie zeigten, dass die Zahl der Vergewaltigungen zwischen 1999 und 2000 um 40 Prozent gestiegen war und dass 65 Prozent aller Vergewaltigungen von nichtwestlichen Migranten (vorwiegend Muslime) verübt worden waren. Die Professorin Unna Wikan, die als Expertin für Muslime in Norwegen galt, machte damals Norwegens Frauen für die Vergewaltigungen verantwortlich. Sie warf ihnen vor, die Vergewaltigungen "herauszufordern", indem sie sich "wie norwegische Frauen" benähmen, statt zu "verinnerlichen, dass wir in einer multikulturellen Gesellschaft leben und uns an diese Tatsache anpassen müssen. ... In den meisten muslimischen Ländern wird angenommen, dass es die Schuld der Frau ist, wenn sie vergewaltigt wird, und es ist nur logisch, dass die muslimischen Einwanderer solche Ansichten mitbringen, wenn sie nach Norwegen kommen."

Offen geben Linksliberale zu, dass sie nicht über das sprechen wollen, was sie sehen: "Es ist also kein Wunder, dass Linksliberale alles tun, um zu vermeiden, Öl ins Feuer zu gießen, wo wir doch in all dieser gerechten Empörung das durch und durch rassistische Bild von den vor den Toren stehenden Barbaren sehen. Wir machen die größten Verrenkungen, um über all dies verantwortungsvoll zu berichten und die schäumende Wut zu bändigen", sagt eine selbsterklärte britische Linksliberale auf die Frage, warum es ihr so schwer fällt, über die Angriffe von Köln zu reden.

Es zeigt sich allerdings, dass es nicht stimmt, dass vermieden würde, "Öl ins Feuer zu gießen". Viele Linksliberalen scheinen überhaupt kein Problem damit zu haben, "Öl ins Feuer zu gießen" und Rassismus zu schüren – solange sich dieser nicht gegen Muslime richtet. Ganz oben auf der Liste derer, gegen die sich ihr Hass richtet, stehen israelische Juden. Viele Journalisten machen fröhlich dabei mit, indem sie willkürlich selektierte und verdrehte Fakten berichten, wenn es um den Nahen Osten geht. Die derzeitige Welle von beinahe täglich von Palästinensern verübten Messer- und Schusswaffenattentaten, Autoanschlägen und Steinwürfen wird von den europäischen Medien fast völlig ignoriert – ganz zu schweigen von den Raketenangriffen auf Israel aus dem Gazastreifen. Diese Angriffe richten sich gegen unschuldige Zivilisten und werden geschürt von der Palästinensischen Autonomiebehörde, mit Mahmoud Abbas an der Spitze.

Der Wunsch vieler Europäer und anderer selbsterklärter Anhänger der "Menschenrechte", das, was in Europa passiert, zu vertuschen, zu verharmlosen oder wegzuerklären, ist in Wahrheit das Gegenteil dessen, was Menschen, die sich wirklich um Menschenrechte kümmern, wichtig ist: Respekt für andere und Gleichheit vor dem Gesetz.

Wenn eine Gesellschaft, die auf Rechtsstaatlichkeit basiert, anfängt, kriminelles Verhalten zu vertuschen und Kriminelle von ihrer Verantwortung freizusprechen, dann schwächt und zersetzt sie eben jene Werte, die aufrechtzuerhalten sie behauptet.

Solch kriminelles Verhalten zu entschuldigen, ist nicht nur das jähe Gegenteil von Gerechtigkeit, es ist auch eine Art "umgekehrter Rassismus" – gegen die eigenen einheimischen Europäer.

Wie sich herausstellt, ist die linksliberale Gesinnung alles andere als liberal. Sie ist in Wahrheit totalitär in ihrem Wunsch, die Wirklichkeit auf Teufel komm raus an ihre eigenen Fantasien, die eigene Agenda und die eigenen "Narrative" anzupassen. Die objektive Wahrheit wird als entbehrlich behandelt.

Freiwillig hat Europa angefangen, seine liberalen und hart erkämpften Freiheiten aufzugeben. Redefreiheit existiert nicht mehr, nur noch – just wie in totalitären Ideologien – "verantwortungsvolle" Redefreiheit: "frei" nur dann, wenn sie niemanden "beleidigt". Das ist keine Redefreiheit, das ist Redezensur. Eine Rede, die niemanden beleidigt, benötigt keinen Schutz.

Auch Religionsfreiheit existiert nicht mehr. Juden können jüdische Symbole nicht mehr offen tragen, ohne Gefahr zu laufen, überfallen zu werden, und nur unter starken Sicherheitsvorkehrungen können sie sich zum Gebet versammeln. Wird nun auch die Freiheit für Mädchen und Frauen fallen? Wer wird danach der Nächste sein?

Judith Bergman ist Schriftstellerin, Kolumnistin, Juristin und Politikanalystin.

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